Ein zukunftsorientierter Quartierteil entsteht!

Die Mali International AG als Eigentümerin beabsichtigt, das WIFAG-Areal zu einem zukunftsorientierten Quartierteil zu entwickeln. Im Vordergrund steht eine verdichtete Neuüberbauung und ein Nutzungsmix mit Schwerpunkt Wohnen. In den kommenden Arbeitsschritten sollen die Zielsetzungen für das Areal konkretisiert und mit der Stadt und dem Quartier abgestimmt werden. Mit dem bewilligten Bauprojekt kann frühestmöglich im Frühjahr 2022 gerechnet werden.



Die Grundeigentümerin und die Stadt Bern wollen das WIFAG-Areal für und mit dem Quartier entwickeln. Dazu werden regelmässige Infoveranstaltungen durchgeführt und Gefässe für die Partizipation der Bevölkerung geschaffen.  

Werkstattgespräch vom 
25. Juni 2018

 

Am 25. Juni 2018 luden die Stadt Bern und die MALI International AG zu einem öffentlichen Werkstattgespräch ein. Gemeinsam diskutierten sie mit Vertreterinnen und Vertretern von Quartierorganisationen, der Quartierbevölkerung und Interessengruppen die Entwicklung des Areals.

 

>> Weitere Informationen und Bilder vom Anlass 

 

Das WIFAG-Areal liegt im direkten Umfeld des Entwicklungsschwerpunkts „ESP Wankdorf“ und ist Teil des räumlichen Stadtentwicklungskonzeptes STEK 2016. Das Areal wird als Gebietstyp mit dem Entwicklungspotenzial „umstrukturieren und erneuern“, der Entwicklungsstrategie „dynamische Gebiete“ und dem zeitlichen Entwicklungshorizont bis 2050 zugeordnet. Das Areal befindet sich gemäss STEK 2016 innerhalb des Chantiers „Wankdorf“ (Gebiet mit besonderem Entwicklungspotenzial).

Auf dem Areal der ehemaligen WIFAG Maschinenfabrik im Wylerquartier Bern, soll ein neuer, zukunftsorientierter Quartierteil entstehen. Die Grundeigentümerin, die Berner Mali International AG beabsichtigt, das Areal zusammen mit der Stadt zu entwickeln und eine verdichtete Neuüberbauung zu realisieren. Die aktuelle Vision sieht eine Mischnutzung mit Schwerpunkt Wohnen mit klassischem Mietwohnen und einem Teil Eigentumswohnungen in Kombination mit preisgünstigem Wohnen (33%) und nutzerorientierten gemeinschaftlichen Wohnformen vor. Neben der Wohnnutzung sind primär in den Erdgeschossen auch weitere Nutzungen wie Arbeiten, Angebote für die Quartierversorgung, Gastronomie, Kultur und Bildung angedacht. In den kommenden Arbeitsschritten werden die Zielsetzungen für die zukünftige Arealentwicklung konkretisiert und mit der Stadt und dem Quartier abgestimmt. Dazu wird in einem ersten Schritt im Rahmen eines Werkstattgesprächs die Vision der Grundeigentümerin im Dialog mit Vertretern des Quartiers, der Stadt und Experten präzisiert. Danach folgt ein erstes qualitätssicherndes Verfahren (Studienauftrag/Testplanung). Dieses dient als Grundlage für die weiteren Planungsschritte. Das Berner Stimmvolk wird im Rahmen des Planungsprozesses über die Umzonung des WIFAG-Areals an der Urne abstimmen. Mit dem bewilligten Bauprojekt kann frühestmöglich im Frühjahr 2022 gerechnet werden.


Download

- Medienmitteilung der Stadt Bern vom 26. Juni 2018

- Medienmitteilung vom 20. März 2018

- Präsentation vom 20. März 2018


Medienstimmen

- Anzeiger für das Nordquartier - Interview Katharina Liebherr vom 13. Sept. 2018

- Anzeiger für das Nordquartier vom 3. Juli 2018​​​​​​​

- Nau.ch vom 28. Juni 2018

- Anzeiger für das Nordquartier vom 27. März 2018

- Berner Zeitung vom 21. März 2018

- DER BUND vom 21. März 2018

- Nau.ch vom 21. März 2018

Das WIFAG-Areal ist eng verknüpft mit der ehemaligen Maschinenfabrik und deren Geschichte. Die Wifag wurde 1904 als Winkler, Fallert und Cie gegründet. Ursprünglich betrieb die Firma Handel mit Maschinen und Utensilien der grafischen Branche. Schon bald beginnt die Firma selbst mit der Entwicklung von Hilfsmaschinen, 1917 folgte die Entwicklung der ersten eigenen «Frontbogen-Schnellpresse». Im Jahre 1912 zog die Firma aus der Berner Innenstadt in den Neubau im Wylerring. Ab Mitte der 20er Jahre wurde das Unternehmen unter dem Kürzel «Wifag» geführt. Während der Kriegszeit und der darauffolgenden Weltwirtschaftskrise durchläuft die Wifag schwere Zeiten. Es drohte mehrfach die Liquidation. 1941 übernimmt Otto Wirz die Geschicke der Wifag. Um den weitgehenden zusammengebrochenen Export von Druckmaschinen zu kompensieren, forciert er die Produktion von Werkzeugmaschinen. Das Kriegsende 1945 bringt rasch eine verbesserte Ausgangslage und die Nachfrage an Rollenoffset-Druckmaschinen nimmt rapide zu.

Die Jahrzehnte die nun folgten, waren die besten in der Firmengeschichte. Zu Spitzenzeiten beschäftigte die Wifag-Polytype-Gruppe bis zu 1'500 Arbeiterinnen und Arbeiter. Nach dem Tod von Otto Wirz übernimmt seine Tochter Ursula Wirz das Familienunternehmen. Mit der Digitalisierung im grafischen Gewerbe und dem Wandel in der Mediennutzung steht die Wifag erneut vor grossen Herausforderungen. Das Unternehmen schafft es nicht, die nötigen Innovationen zu initiieren. Die Verluste steigen jährlich an. Im Jahre 2009 müssen zahlreiche Entlassungen ausgesprochen werden (300 der rund 600 Mitarbeiter werden entlassen). Nach etlichen gescheiterten Verkaufsverhandlungen findet sich 2010 doch noch ein Käufer. Die Mali International AG von Markus Liebherr will fortan in den Produktionshallen Getriebe für Traktoren und Geländemaschinen herstellen. Die Wifag ist froh, so zumindest 150 Stellen retten zu können. Doch kurz nach dem Kauf verstirbt Markus Liebherr. 2011 wird der Betrieb definitiv eingestellt.

Im Jahre 1912 zog die Wifag aus der Berner Innenstadt in den Neubau im Wylerring. 1917 entwickelte sie die erste eigenen «Frontbogen-Schnellpresse».



Die Mali International AG mit Sitz in Bern ist Grundeigentümerin des Wifag Areals. Die Firma ist in folgenden Bereichen tätig:

 

  • Management, Verwaltung und Beratung von Gruppengesellschaften und Dritten
  • Erwerb, Verwaltung und Verkauf von Beteiligungen
  • An- und Verkauf sowie Entwicklung und Verwaltung von Liegenschaften

 

«Mali» steht für Markus Liebherr, dem verstorbenen Gründer der Firma, welche sich heute zu 100% im Besitz von Katharina Liebherr befindet.